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Die kastration

Die kastration

Eines weiblichen tieres in unserer praxis

Für einen spezialisierten Veterinärchirurgen stellt die Kastration einen Routineeingriff dar. In unserer Praxis sind in den vergangenen Jahren tausende dieser Eingriffe durchgeführt worden und so verfügen wir über die nötige Erfahrung um selbst sehr kleine oder große Tiere, übergewichtige oder ältere Tiere zu operieren. Jedem dieser Fälle muss fallgerichtet begegnet werden, weil jeweils anders betäubt und operiert werden muss.

Vor dem Eingriff findet eine klinische Untersuchung statt (Kontrolle von Herz, Atmung, Schleimhäuten, Puls, Temperatur) sowie die nötigen Blut- und Organwertuntersuchungen, damit ein bestmögliches Ergebnis erzielt werden kann.
Vor der OP wird ein Beruhigungsmittel gespritzt und ein Venenkatheder gelegt. Es erfolgt eine Injektion mit einem entzündungs- und schmerzhemmenden Mittel sowie einem Antibiotikum, und danach erfolgt die Vollnarkose sowie die Verlegung der Schläuche, mit denen das Tier an die Sauerstoffmaschine und Narkosegasmaschine sowie an den Kontrollmonitor, der die Vitalfunktionen überwacht, angeschlossen werden kann.
Die Inhalationsnarkosemaschine erlaubt uns eine sehr gute Kontrolle während des Eingriffes; die Stärke der Betäubung kann leicht hoch- bzw. runtergeregelt werden, so dass das Tier am Ende des Eingriffes sofort erwacht und selbständig gehen kann.
Der Eingriff findet unter Verwendung eines Diathermiegerätes statt, mit dessen Hilfe Blutungen auf ein Minimum reduziert werden können. Der Schnitt ist sehr klein und wird nach einer speziellen Methode der plastischen Chirurgie vernäht; auf die Weise befinden sich die Fäden im Inneren der Wunde und werden vom Körper absorbiert. Das operierte Tier braucht daher auch keinen besonderen Schutzkragen um den Hals zu tragen, denn es gibt keine äußerlich liegenden Fäden, die es abknabbern könnte. Alle Stiche liegen inwendig und werden in wenigen Tagen absorbiert. Das Nahtmaterial ist von einwandfreier Qualität und ist einzeln in sterilen Umschlägen verpackt. In unserer Praxis wird niemals Nahtmaterial von der Rolle verwendet, welches zwar günstiger ist, aber auch die Gefahr von Infektionen mit sich bringt.
Das Tier kann so direkt nach dem Eingriff erwachen, selbständig laufen und innerhalb von ca. anderthalb Stunden nach Beginn der Narkose (der Eingriff selbst dauert in unserer Praxis ca. 20 Minuten) wieder nach Hause entlassen werden. Es gibt keinerlei Grund für einen Praxisaufenthalt des Tieres, es sei denn, dass dies von uns für nötig befunden wird.
Das gilt auch für Katzen, bei denen der Schnitt nur ca. 1 bis 2 cm lang ist und die Fäden wiederum inwendig vernäht und absorbiert werden, so dass auch hier keine Gefahr besteht, dass das Tier sich die Fäden selbst zieht.
So kann das Tier in den meisten Fällen wieder zurück in sein Zuhause und es sind keine weiteren Maßnahmen nötig. Es sollte lediglich eine tägliche Kontrolle der Wunde durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Darüber hinaus sollte das Tier in der ersten Woche nach dem Eingriff von unkontrollierten Bewegungen und Sprüngen abgehalten werden.
Nach dem Eingriff ist keine weitere Gabe von Medikamenten notwendig, da bereits vor der OP intravenös ein Antibiotikum und ein Schmerzmittel verabreicht worden sind. Nur wenn dies von uns für notwendig gehalten wird, oder  wenn nach der OP Komplikationen auftreten, wird auch nach dem Eingriff noch etwas verabreicht. Auf diese Weise vermeiden wir eine unnötige Gabe von Medikamenten und handeln so nach neuesten wissenschaftlichen Maßstäben, die eine möglichste geringe Verwendung von Antibiotika verlangen, um Resistenzen zu vermeiden.
Der Eingriff kann ab dem fünften bis sechsten Lebensmonat gefahrlos vorgenommen werden. In keinem Fall muss eine erste Läufigkeit des Tieres abgewartet werden (welche u.U. auch erst ab dem 12. Monat eintreten kann). Alle Studien weisen darauf hin, dass sich die Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Auftretens von Mammakarzinomen (eine der häufigsten Todesursachen)bei einer Kastration so schnell wie möglich ab dem 5. Lebensmonat praktisch auf null reduziert!
In Griechenland herrschen bis heute längst überholte Ansichten wie: eine Kastration sei wider die Natur. Ansichten, die dazu geführt haben, dass es eine große Zahl von Streunertieren aus ungewollten Trächtigkeiten sowie Todesfälle aufgrund von vereiterter Gebärmutter, Mammakarzinom, Zervixkarzinom, Eierstockkarzinom, etc.  gibt…
Verlieren Sie also keine Zeit. Machen Sie Ihrem Haustier dieses „Geschenk“ und lassen sie es kastrieren!

 

Tel: 27210 28674

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